Der Irrsinn hat einen Namen in der Türkei

Das Flugaufkommen in der türkischen Hauptstadt ist in den letzten Jahren auf 90 Millionen Passagiere angestiegen. Die Flughäfen Atatürk und Sabiha Gökcen wickeln das Aufkommen jährlich ab.

Grund genug für den türkischen Minister Erdogan, ein gigantisches Projekt ins Leben zu rufen. Am 29. Oktober soll der neue Flughafen in Betrieb gehen, der in der Anfangsphase 90 Millionen und später bis zu 200 Millionen Passagiere im Jahr abwickeln kann.

Woher die Stadt diese Flugpassagiere bekommen will, ist noch nicht ganz klar. Er wäre aber damit der größte Flughafen der Welt. Auf ganzen 76 Quadratkilometern wurde der Flughafen gebaut, der über 10,75 Milliarden Euro kosten soll. Um das Prestigeprojekt der Regierung auch in der vorgesehen Zeit fertig stellen zu können, werden von den Arbeiter Schichten mit bis 15 Stunden am Tag verlangt. Was natürlich zu vermehrten Unfällen führt. Nach inoffiziellen Informationen sollen schon 400 Menschen seit dem Beginn des Bauvorhabens ihr Leben verloren haben. Die Regierung behauptet zwar, dass es bis jetzt “nur” 27 Todesfälle gegeben hat, den Angehörigen wurde allerdings ein hohes Schweigegeld bezahlt, damit sie keine Informationen an die Medien weitergeben können.

Berichten zufolge kommen die für den Bau benötigten 35.000 Arbeiter fast alle aus Anatolien oder dem Ausland und werden wie Sklaven gehalten. Sie müssen in Containern übernachten und ihnen werden nur stark verschmutzte sanitäre Anlagen zur Verfügung gestellt. Jeder, der sich beschwert, kann gehen, jederzeit können andere Arbeiter bereitgestellt werden.

Menschliche und ökonomische Probleme sind aber nicht die einzigen Desaster beim dem Bau. Für den Megabau wurden schon über 2,5 Millionen Bäume gefällt, in einem der letzten intakten Wälder im Norden der Türkei. Das Land für den Flughafen wurde von vielen Bauern einfach zwangsenteignet. Ihnen soll zum Teil nur Geld überwiesen worden sein, bevor Ihnen dann das Gelände weggenommen wurde.

Der Flughafen hat bis jetzt noch keinen Namen, aber führende Politiker haben schon durchsickern lassen, wer als Namensgeber dienen soll – Recep Tayip Erdogan.

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