Die wirtschaftliche Situation in Venezuela verbessert sich nicht!

Im Mai diesen Jahres wurde Nicolas Maduro wiedergewählt, obwohl der Präsident von Venezuela schon in den letzten Jahren die Probleme des erdölreichsten Landes der Welt nicht lösen konnte.

Auch in der neuen Regierungsphase wird die Situation in dem lateinamerikanischem Land nicht besser. Grundnahrungsmittel stehen nur noch in wenigen Läden zur Verfügung und wenn sie angeboten werden, dann zu viel zu teuren Preisen. Nur der Kraftstoff war bis jetzt fast umsonst , für einen Euro konnten die Venezolaner fast eine Million Liter Kraftstoff kaufen, oder ein Erfrischungsgetränk.

Das will Maduro jetzt ändern, als ein Teil seines neuen Maßnahmenpakets. Die Preise des Kraftstoffs sollen jetzt an internationale Preise angepasst werden. Der geringe Preis lädt zum Schmuggel in die Nachbarstaaten ein, durch die das Land jährlich fast 20 Milliarden USD verliert. Nur Regierungsanhänger, der öffentliche Nahverkehr und Sozialhilfeempfänger sollen weiterhin den Kraftstoff günstig bekommen.

Das neue Maßnahmenpaket sieht auch vor, das fünf Nullen von dem Bolivar gestrichen werden, der nationale Währung. Damit versucht die Regierung die Inflation zu bekämpfen, die schon bald die eine Million Prozent Grenze überschreiten könnte. Außerdem soll die Währung in Zukunft durch eine neue Kryptowährung gestützt werden. Trotz den großen Ölreserven des Landes stehen fast keine ausländischen Devisen mehr zur Verfügung, die für die Versorgung der Bevölkerung mit Medikamenten und Lebensmittel erforderlich sind.

Die Nullen in der Währung zu streichen, wird wohl nicht den gewünschten Erfolg bringen. Maduro will dadurch versuchen, die venezolanische Wirtschaft von der Ölindustrie unabhängig zu machen und breiter auszurichten.

Die Europäische Union wirft dem Präsidenten vor, die Demokratie in Venezuela zu untergraben. Tatsächlich hat die Opposition die letzten Wahlen boykottiert, so dass weniger als 50 Prozent der Venezolaner an der Wahl teilgenommen haben. Deswegen wird Maduro von der EU vorgeworfen, das Parlament faktisch entmachtet zu haben. Im letzten Jahr starben bei Protesten in der Hauptstadt über 125 Menschen.